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Sensationsfund im Jubiläumsjahr

Wenn das keine Fügung des Schicksals ist! Ausgerechnet im Jubiläumsjahr 2026 wurden ein Feuerwehrhelm aus dem Gründungsjahr 1876, ein Ehrenbeil und Säbel am Dachboden eines Bauernhofs entdeckt.

Umgehend informierte Erich Schäffer den Feuersbrunner Sachbearbeiter für Feuerwehrgeschichte und Hobbyhistoriker LM Wolfgang „Bani“ Urban von den Feuerwehrutensilien. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass der zunächst scheinbar einfache, alte Feuerwehrhelm tatsächlich der historische Hauptmann-Helm ist, den der damalige Kommandant/Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr Feuersbrunn Anton Gausterer in den Jahren 1906 bis 1921 getragen haben dürfte.

„Meine Recherchen ergaben, dass dieser Helm bereits 1876, also dem Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Feuersbrunn, dem Hauptmann Ludwig Kajaba gehörte“, erklärt LM Wolfgang Urban. „In der Folge wurde der Helm innerhalb der Feuerwehr weitergegeben.“ Bemerkenswert ist, dass sowohl Helm, als auch Säbel und Beil die Wirren des Ersten und Zweiten Weltkrieges unbeschadet auf dem Dachboden überstanden haben und durch einen glücklichen Zufall wiederentdeckt wurden.

Die Fundstücke wurden von LM Wolfgang Urban selbst behutsam gereinigt, einzelne Teile des Säbels sogar schonend mit einem Ultraschallgerät behandelt. Dabei war es besonders wichtig, die über Jahrzehnte gewachsene Patina zu erhalten. Schließlich handelt es sich nicht um ein Ausstellungsobjekt, sondern um einen echten Zeitzeugen der Feuerwehrgeschichte Feuersbrunn.

Dieser Fund stellt einen bedeutenden Beitrag zur Dokumentation der Feuerwehrgeschichte in Feuersbrunn dar und zeigt eindrucksvoll, wie sorgfältig Tradition und Geschichte über Generationen hinweg bewahrt wurden.

Historischer Feuerwehrhelm

Beschreibung des historischen Helms (von ca. 1876–1920) nach Vorschrift des NÖ Landesfeuerwehrverbandes:
Der Feuerwehrhelm, der von einem Hauptmann getragen wurde, ist ein eindrucksvolles Beispiel historischer Feuerwehr-Ausrüstung:
•    Helmglocke aus schwarz lackiertem Aluminium
•    Markanter aus Messing gefertigter vergoldeter Kamm mit Eichenlaub als Rangabzeichen eines Hauptmannes (Mannschaftshelme trugen meist nur lederne Kämme)
•    Prunkvolles Messing-Emblem an der Stirnseite mit der Aufschrift „Freiwillige Feuerwehr Feuersbrunn“
•    Seitlich befestigte Schuppenbänder aus Messing vergoldet mit Lorbeerzier und Eichenlaub sowie je ein Löwenkopf links und rechts
•    Verstellbares Lederfutter und Kinnriemen für den Tragekomfort
•    Innen- und Außenseite des Nackenschirms schwarz lackiert
•    Augenschirm außen schwarz, innen grün lackiert
•    Gesamthöhe etwa 19 cm

 

Feuerwehr-Offizierssäbel (ca. 1870 – 1918)

Dieser reich verzierte Feuerwehr-Offizierssäbel stammt aus der Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie (k. u. k. Monarchie) und ist ein eindrucksvolles Zeugnis der frühen Feuerwehrtradition - auch in Feuersbrunn.
Der Säbel entspricht in seiner Form den damals üblichen Ausgeh- und Paradesäbeln, wie sie vom Hauptmann getragen wurden. Der kunstvoll gestaltete Griff mit geschwungenem Bügel sowie die verzierte Metallscheide weisen ihn eindeutig als repräsentative Waffe aus, die weniger dem Einsatz als vielmehr der Darstellung von Rang, Ordnung und Ehre diente. Besonders hervorzuheben ist die gut erhaltene goldene Portepee (Quaste) mit dem Wappen in den Farben Rot–Weiß–Rot, welche die Zugehörigkeit zum niederösterreichischen Staatswesen unterstreicht. Diese ist an einem Band (Tresse) befestigt.
Überliefert ist, dass dieser Säbel vom Hauptmann (heute Feuerwehrkommandant) der Freiwilligen Feuerwehr Feuersbrunn, Anton Gausterer, bis etwa zum Ende der Monarchie im Jahre 1918 getragen wurde. Er begleitete damit eine Epoche, in der die Feuerwehren nicht nur technische Hilfe leisteten, sondern auch ein stark von militärischen Traditionen geprägtes Erscheinungsbild pflegten.
Nach über einem Jahrhundert wurde das Stück auf dem Dachboden des früheren Gaustererhofes - heute Schäffer Erich - in Feuersbrunn wiederentdeckt und sorgfältig durch den Sachbearbeiter für Feuerwehrgeschichte LM Wolfgang Urban selbst restauriert. Es stellt heute ein bedeutendes Relikt der lokalen Zeitgeschichte dar und erinnert an die Anfänge des organisierten Feuerwehrwesens sowie an die Persönlichkeiten, die dieses geprägt haben.    

 

Ehrenbeil der Freiwilligen Feuerwehr Feuersbrunn aus der Zeit um Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts

Das vorliegende Beil stellt ein repräsentatives Rang- und Ehrenzeichen der früheren Feuerwehrzeit dar. Es diente nicht dem praktischen Löscheinsatz, sondern wurde insbesondere vom Kommandanten bei festlichen Anlässen, Ausrückungen und kirchlichen Feierlichkeiten getragen.
Die kunstvolle Ausführung mit Messingabschluss sowie die charakteristische Kombination aus Axtblatt und Spitze verweisen auf die traditionsreiche Symbolik des Feuerwehrwesens um die Jahrhundertwende. Sämtliche metallischen Bestandteile - mit Ausnahme des hölzernen Griffkörpers - waren ursprünglich vernickelt oder verchromt und verliehen dem Stück ein dem Anlass entsprechendes, glänzendes Erscheinungsbild. Die sichtbaren Trageringe oder Ösen, sind auch ein Hinweis, dass das Beil am Gürtel oder Band getragen wurde.
Das Beil wurde bewusst nicht vollständig restauriert, um seine gewachsene Oberfläche und die sichtbaren Gebrauchsspuren zu erhalten. In diesem Zustand bleibt es nicht nur ein Ausstellungsstück, sondern vielmehr ein authentischer Zeitzeuge der Feuerwehrgeschichte in Feuersbrunn.
Solche Ehrenbeile spiegeln die enge Verbindung der damaligen Feuerwehren zu militärischen und turnerischen Vorbildern wider und waren Ausdruck von Disziplin, Rangordnung und kameradschaftlicher Ehre.    

 

Einladung zum Fest

FEUERWEHRFEST IN FEUERSBRUNN
14. – 16. August 2026

150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Feuersbrunn 

  • FR: Festakt „150 Jahre Feuerwehr“
  • SA: Feuerlöscherüberprüfung
  • SA: Backhendl
  • SO: Feldmesse & Frühschoppen

täglich: Weinstand, Kaffeehaus, Tombola, Luftburg

Nähere Infos…